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IGNM: Collisions - of Music, Physics and Video-Art


Samstag, 24 Sep. 2016 - 20:00 Uhr


Universität Bern, Physikalisches Institut


Multimediales und Multidisziplinäres Konzert-Projekt: Kunst trifft auf Wissenschaft, Musik und Video-Kunst kollidieren sozusagen mit der Physik.



Wenn im Large Hadron Collider im CERN zwei Partikel kollidieren, setzen sie das vielfache an Energie frei und produzieren eine Vielzahl an neuen Partikeln. Dieses faszinierende Phänomen, dem die Physiker als Schlüssel zur Erklärung des Big Bang auf der Spur sind, ist der Ausgangspunkt für das Projekt «Collisions». 
 
Während sich die Gitarristin Virginia Arancio intensiv mit dem Stück «Ko-Tha» von Giacinto Sclesi beschäftigte, entdeckte sie die Bedeutung der Gottheit Shiva, der das Stück gewidmet ist. Sie steht gleichzeitig für Destruktion und die Erschaffung von Neuem. Man mag es als Zufall bezeichnen, dass eben eine solche Shiva Statute auch im Cern (ein Geschenk Indiens) zu finden ist. Für Virginia Arancio war dieser Zufall Inspiration genug sich dem Zusammenhang von Musik, östlicher Mystik und Physik zu nähern. 

Der Komponist Mathieu Corajod kombiniert in seiner dreiteiligen Uraufführung die Partikel aus dem Large Hadron Collider zu einer grafischen Partitur, übersetzt die freien Zustände von virtuellen und tatsächlichen Teilchen der Masse, Energie und Leere in Töne und verarbeitet auch die Geschichte des Galileo Gallilei. 

Der Video-Künstler Marco DeMutiis schafft die künstlerische Übersetzung des Zusammentreffens von wissenschaftlichem und musikalischen Material. Bewegungsbahnen und Linien der Mikrostrukturen und Partikel werden abstrakt  visualisiert und begleiten die musikalische Aufführung. Subtil spielen diese Strukturen mit der Fragilität der Partikel, die kurz vor der Kollision stehen.

In seiner Einführung «Waves in Music and Particle Physics» spricht der Physiker Sigve Haug über das Konzept von Wellen, das eben so bei der Beschreibung von Musik wie auch von Elementarteilchen angewandt wird. Dabei bringt er faszinierende Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Klang- und Partikelwellen zur Diskussion.

IGNM: Collisions - of Music, Physics and Video-Art

Programm

Giacinto Scelsi (1905-1988)

KO-THA II (1967)


Maki Ishii (1936-2003)

Black Intention (1976)


Mathieu Corajod (*1989)

Collision I (2016, Uraufführung)


Giacinto Scelsi (1905-1988)

KO-THA III (1967)


Teresa Hackel (*1981)

Improvisation for recorder


Mathieu Corajod: (*1989)

Vacuum fluctuations (2016, Uraufführung)


Fausto Romitelli (1963-2004)

Simmetria d'oggetti (1987-88)


Mathieu Corajod (*1989)

«Questions de temps» (2016, Uraufführung)


Ausführende

Virginia Arancio - Gitarre und Konzept


Theresa Hackel - Blockflöten


Marco de Mutiis - Video


Sigve Haug - Einführung