pakt bern - das neue musik netzwerk

Events

flash! (sonority and spirit)


Samstag, 14 Nov. 2020 - 14:30 Uhr


Münster Bern


Wiederum zu Beginn des Winters, diesmal vor dem Münster und auf dem Münsterturm: pakt bern - das neue musik netzwerk präsentiert den flash! (sonority and spirit).

Der Jahresevent von pakt bern bietet heuer ständige Musik, Performances und eine bespielbare Klanginstallation, die frei und unentgeltlich zu besichtigen und auszuhorchen sind. Das Münster wird zum riesigen, individuell begehbaren Klangraum: unten auf dem Münsterplatz und hoch oben im spektakulären Gewölbesaal.

Profile Codact

Auftretende Künstler*innen

«Ausgezeichnete Männer-Maschinen-Musik» titelte Radio SRF2 über das Duo Cod.Act aus La Chaux-de-Fonds, welches für ihre computergesteuerten Klang-Installationen den Schweizer Grand Prix Musik 2019 erhielt. Cod.Act ist einer der renommiertesten Acts der Schweizer Musikavantgarde. André und Michel Décosterd hatten «keinen Plan, aber instinktiv Radikales im Sinn, als sie vor 20 Jahren begannen, nach einer künstlerischen Sprache zu suchen», wie SRF2 weitersagt. Ihre intuitive Suche führte sie zu einer Synthese zwischen Klang, Installation und Bewegung. André Décosterd ist der Musiker, Michel Décosterd der Ingenieur. Cod.Act forschen zwischen Musik, Mensch und Maschine, und tun das auf so anschauliche Art und Weise, das einem der Schrecken vergeht, der ihren Produktionen zuweilen auch innewohnt.

Für den flash! (sonority and spirit) reisen Cod.Act mit der Installation Von Roll Twist nach Bern. André und Michel Décosterd schreiben über ihre neueste Kreation: «An langen elastischen Schnüren befestigt, kämpft ein Individuum (Francesco Biamonte) darum, sie loszuwerden, indem es sich verdreht. Die Bewegungen der Schnüren erzeugen elektroakustische Klänge. Der Gefangene wird zum Musiker.»

Für den flash! (sonority and spirit) spielt das ensemble proton bern die Komposition «Earth Ears: A Sonic Ritual» der Amerikanischen Komponistin Pauline Oliveros. 1983 geschrieben, erkundet dieses «deep-listening» Stück die Feinheiten des Raum-Zeit Kontinuums. In den 8 Ecken des Oktagons - dem Gewölbesaal des Berner Münsters - verteilt, werden die 8 Ensemblemusiker*innen in einen strukturierten improvisatorischen Dialog treten. Weit über den Dächern der Berner Altstadt, laden wir das Publikum ein durch diese Klanginstallation zu wandeln und der Musik Oliveros in dieser speziell schönen Akustik zu lauschen.

Das Olivier Darbellay – Hornquartett spielt Werke für 1-4 Hörner des Komponistenkollektivs l'art pour l'Aar, gemäss dem Motto des Festivals «Zwischen Himmel und Erde» und als Einführung: Olivier Messiaen «Appel interstellaire» für Horn solo aus dem Stück «Du Canyon aux étoiles"»; Werke von Ursula Gut, Pierre-André Bovey, Jean-Luc Darbellay, Hans Eugen Frischknecht, Markus Hofer und Alfred Schweizer.

Werner Hasler und Münstergeläut «Nachklang»: Die Münsterglocken läuten, fast unmerklich mischen sich, im Himmelsgewölbe im Turm, Artefakte in den Klang. Wenn das Münstergeläut dann ausklingt, fängt der Nachklang an.

War es früher das Visionäre, die Stimmen körperloser Weiser in Orakeln zu hören, fragen wir heute Siri oder Alexa. In «Prop-hectics» (für Stimme, Live-Elektronik, Bewegungssensoren, Lautsprecher) spielt Franziska Baumann mit dem Konzept der virtuellen Stimmen, indem sie die Rollen und unsere Beziehung zu ihnen untersucht. Das Stück lädt die Zuhörer*innen ein, über diese Themen mitzudenken und einem Zusammenspiel von Körper, Stimmklang und Raum zu lauschen.

Am Ursprung jeder Schöpfung steht eine Idee. Das künstlerische Resultat lässt jedoch nicht immer direkt auf diesen Ursprungsgedanken zurückschliessen. Was passiert nun aber, wenn man am Ende startet und vom fertigen Produkt bis zu seinem Anfang zurück geht? Die Bratschistin Léa Legros Pontal beleuchtet die Entstehung des Werkes, indem sie 2 Sätzen der Ligeti Sonata eigene Improvisationen gegenüberstellt.

Christoph Mahnig «Spaces» für Trompete Solo ist ein improvisiertes Konzeptstück. Es geht einerseits um verschiedene klangliche ‚Orte‘ und Klänge des Instruments Trompete, andererseits um die Stille, respektive die Geräuschkulisse des Konzertortes. Verschiedene akustische Orte auf dem Instrument kontrastieren mit der Atmosphäre der Live-Situation.

flash! (sonority and spirit)

Münsterplatz

14:30

Cod.Act


16:45

Cod.Act


18:30

Cod.Act


Münsterturm Gewölbesaal (Oktagon)

15:00 - Münstergeläut (Betglocke)


15:05 - Werner Hasler <Nachklang>


15:30 - Olivier Darbellay – Hornquartett


17:15 - Münstergeläut (Silberglocke, Betglocke, Armsünderglocke, Predigtglocke)


17:30 - Werner Hasler <Nachklang>


17:45 - «Prop-hectics» Franziska Baumann


18:15 - Léa Legros Pontal


19:00 - Münstergeläut (Betglocke, Armsünderglocke, Predigtglocke, Mittagsglocke)


19:15 - Werner Hasler <Nachklang>


19:30 - Léa Legros Pontal


20:00 - Christoph Mahnig «Spaces»


20:30 - «Prop-hectics» Franziska Baumann


21:15 - ensemble proton