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Events

Ear We Are samstag


Samstag, 04 Feb. 2023 - 16:00 Uhr


Samstag, 04 Feb. 2023 - 21:00 Uhr


Alte Juragarage, Biel/Bienne


Herzlich willkommen zur 13. Edition des Ear We Are. 2023 wieder, wie gewohnt, im ungeraden Jahr – nachdem die zwölfte Ausgabe auf 2022 verschoben werden musste.

Ewa Programm Mit Logo




Pascal Niggenkemper (DE-FR)

Der deutsch-französische Bassist und Komponist Pascal Niggenkemper gilt als einer der abenteuerlichsten Kontrabassisten der aktuellen Szene. Die Erweiterung des Klanghorizonts des Kontrabasses ist zentrales Thema in seinem Schaffen: die akustische Verfremdung des Klangs mittels Präparationen sowie die Verwendung von Motoren, die das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine auslotet.

Nach klassischen und Jazz-Studien an der Musikhochschule Köln ging er 2005 mit einem DAAD-Stipendium nach New York, wo er sich schnell einen Namen machte und ein äusserst gefragter Musiker wurde und u.a. mit Tyshawn Sorey und Gerald Cleaver spielte. Inzwischen lebt er in Frankreich, von wo aus er mit immer neuen Projekten von sich reden macht, so zum Beispiel mit dem Septett «Le Septième Continent», dem Quartett «Beat the odds» oder dem Trio «Baloni».






Steve Beresford (UK)

Steve Beresford ist seit über vierzig Jahren eine zentrale Figur in der britischen und internationalen Szene der spontanen, improvisierten Musik. Er spielt frei improvisierend, immer überraschend und meist mit sehr viel Humor auf dem Klavier, mit Elektronik und Objekten.

Seine Bühnenpartner:innen lesen sich wie ein Who is Who der Improvisationsszene: Derek Bailey, Evan Par- ker, Han Bennink und John Zorn, aber auch wichtige Formationen wie das «London Improvisers Orchestra» und «Alterations» (mit David Toop, Terry Day und Peter Cusack). Als Komponist schrieb er für grosse und kleine Ensembles, vertonte Kurz- und Spielfilme, Fernsehsendungen und Werbespots. Er war Dozent für Musik an der University of Westminster und zusammen mit Blanca Regina ist er Teil der Unpredictable Series, einer Konzertreihe an der Schnittstelle zwischen experimenteller Musik und Kunst.

Am Ear We Are ist er gleich zweimal zu erleben: als Solopianist und im Quartett zusammen mit Faradena Afifi, Khabat Abas & Beibei Wang.




Arditti Quartet (UK)

Das Arditti Quartet ist seit seiner Gründung 1974 durch den Geiger Irvine Arditti DAS Streichquartett für zeitgenössische Kompositionen schlechthin geworden. Es ist weltweit bekannt für seine unvergleichlich lebendige und differenzierte Interpretation von Kompositionen der Gegenwart und des 20. Jahrhunderts. Für das Quartett sind mehrere hundert Kompositionen geschrieben worden, die es uraufgeführt hat. Viele dieser Werke sind aus dem Repertoire der zeitgenössischen Musik nicht mehr wegzudenken und geben dem Arditti Quartet schon jetzt einen festen Platz in der Musikgeschichte.

Im Programm des Konzerts am Ear We Are sind das Streichquartett Nr. 3 von Brian Ferneyhough, das Streichquartett Nr. 5 von James Clarke, «Hacia una bitácora capilar» von Hilda Paredes und «Tetras» von Iannis Xenakis zu hören.







Steve Beresford, Faradena Afifi, Khabat Abas & Beibei Wang (UK/UK-IQ/UK-CN)

Dieses Quartett von Musiker:innen, die alle in London leben, hat Steve Beresford auf Einladung des Ear We Are zusammengestellt. Es vereint in wunderbarer Weise verschiedenste Wurzeln und Herkünfte, eine Diversität, wie sie nicht nur, aber sehr ausgeprägt in der Metropole an der Themse zu finden ist.

Mit Steve Beresford spielen: Faradena Afifi, Mitbegründerin von «The Noisy Women Present» und Gründerin des «Noisy People’s Improvising Orchestra». Sie spielt Streichinstrumente, Klavier, Perkussion, singt und setzt in ihren Performances Tai Chi-basierte Bewegungen ein.

Khabat Abas ist eine in Kurdistan/Irak geborene experimentelle Cellistin, Improvisatorin und Komponistin. Sie bewegt sich frei zwischen künstlerischen Disziplinen und Möglichkeiten. Verkörperung, Materialität und Klangforschung sind Themen in Abas’ Arbeit am akustischen und präparierten Cello.

Beibei Wang ist eine einzigartige Perkussionistin. Mit ihrem Hintergrund in klassischer und traditioneller chinesischer Perkussion bringt sie eine charakteristische Farbe und Dynamik in ihr Spiel und ist ebenso im Feld der zeitgenössischen Klassik und jenem der freien Improvisation tätig.








Artifacts (USA)

Das Trio «Artifacts» verbindet drei der herausragenden Köpfe des aktuellen Jazz der Chicagoer Szene: die Flötistin Nicole Mitchell, die Cellistin Tomeka Reid und der Schlagzeuger Mike Reed.

Nicole Mitchell ist u.a. Leaderin des «Black Earth Ensemble», Tomeka Reid spielt in Anthony Braxtons «Zim Sextett» und Roscoe Mitchells «Art Ensemble of Chicago», Mike Reid arbeitet mit Musiker:innen wie Craig Taborn, Matthew Shipp, Mary Halvorson und Ingrid Laubrock.

Was sie neben ihrer langjährigen Freundschaft verbindet, ist die AACM (Association for the Advancement of Creative Musicians) und deren Umfeld, die eine äusserst aktive und lebendige Black Music Szene mit dem Motto «Ancient to the Future» fördert und prägt. Diese Haltung ist auch im Trio «Artifacts» spürbar. Die drei Musiker:innen spielen mit einem historischen Bewusstsein, beziehen sich auf die erste Generation von AACM (u. a. Roscoe Mitchell und Muhal Richard Abrams) und weisen gleichzeitig in die Zukunft der afrodiasporischen Kultur.